Mach' die Tonne leer — Wegwerfstopp für Supermärkte

Frankre­ich und Wal­lo­nien haben es vor­ge­macht: Ein neues Gesetz ver­bi­etet Super­märk­ten, ess­bare Lebens­mit­tel wegzuw­er­fen. Vor­ge­schrie­ben sind Preis­nach­lässe für Unver­kauf­tes, kosten­lose Abgabe an gemein­nützige Organ­i­sa­tio­nen oder zur Tier­füt­terung. Bil­dungsar­beit und eine verän­derte Einkauf­sstrate­gie gehö­ren zum Paket dazu. Hier gibt es zwar voll­mundige Ankündi­gun­gen, aber die unge­heuren Men­gen ess­barer Lebens­mit­tel, die auf den Müll wan­dern, sin­ken kaum.

Mach mit uns Druck auf den Bun­destag ­für einen Weg­w­erf­stopp für Supermärkte!

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Sehr geehrte Damen und Her­ren,
sehr geehrte Frak­ti­ons­vor­sit­zende Herr Vol­ker Kau­der, Herr Tho­mas Opper­mann, Frau Kat­rin Göring-Eckardt, Herr Anton Hof­rei­ter, Frau Sahra Wagen­knecht, Herr Diet­mar Bartsch,

nach wie vor wer­den in Deutsch­land Mil­lio­nen Ton­nen wert­vol­ler Lebens­mit­tel ver­nich­tet. Lebens­mit­tel, die noch gut ver­zehr­bar sind. Nach­dem der deut­sche Bun­des­tag bereits im Jahr 2012 Maß­nah­men gegen die Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung gefor­dert hat, müs­sen den Wor­ten nun end­lich Taten folgen.

Wir for­dern ein Gesetz, das den Super­märk­ten das Weg­wer­fen ess­ba­rer Lebens­mit­tel ver­bie­tet, ähn­lich wie es in Frank­reich kürz­lich und in Wal­lo­nien 2014 beschlos­sen wurde.

Super­märkte und andere Lebens­mit­tel­händ­ler sind zu ver­pflich­ten, alle unver­käuf­li­chen, aber noch genieß­ba­ren Lebens­mit­tel an Orga­ni­sa­tio­nen abzu­ge­ben, die dem Gemein­wohl ver­pflich­tet sind, oder ihren Mit­ar­bei­tern oder Kun­den zu schenken.

Was nicht mehr für den mensch­li­chen Ver­zehr geeig­net ist, sollte an Tiere ver­füt­tert wer­den. Kom­pos­tie­rung und „Ener­ge­ti­sche Ver­wer­tung“, wie die Ver­bren­nung oder Ver­gä­rung zu Bio­gas, soll nur mög­lich sein, wenn die Lebens­mit­tel weder für Mensch noch Tier geeig­net sind.

Mit freund­li­chen Grüßen

 

 

Die Initia­to­ren

leeretonne_Valentin

Don't waste it — taste it!

Es ist ein Skan­dal, dass die Hälfte aller Lebens­mit­tel ver­schwen­det wird. Wir suchen mit ver­ant­wor­tungs­be­wuß­ten Händ­lern nach Lösungen.

Valen­tin Thurn, Doku­men­tar­fil­mer „Taste the Waste“

 

Raphael_testimonialEin Ach­tel der Welt­be­völ­ke­rung lei­det an Hun­ger. Dabei müss­ten sie es gar nicht, denn die welt­weite Pro­duk­tion von Lebens­mit­tel genügt, um 14 Mil­li­ar­den Men­schen satt zu machen. Und doch wird ein Drit­tel der glo­ba­len Land­wirt­schaft ver­schwen­det. Dem kann und will ich nicht mehr taten­los zuse­hen. Die Ver­ant­wor­tung für die 1,3 Mil­li­ar­den Ton­nen weg­ge­wor­fe­ner Lebens­mit­tel liegt in unse­ren Händen!

Des­we­gen setze ich mich seit über 5 Jah­ren ehren­amt­lich gegen die Ver­schwen­dung von Lebens­mit­teln ein und bin dank­bar, dass das Thema end­lich auf den Tisch kommt und es die Peti­tion Leere Tonne gibt. Es ist ein Zei­chen für einen klei­nen, aber bedeu­ten­den Schritt auf dem Weg Zurück zur Wert­schät­zung von Lebensmitteln.

Ich bin über­zeugt, dass die Aktion Leere Tonne ein wich­ti­ger Bestand­teil sein wird, um Lebens­mit­tel in Zukunft auf geson­derte Weise zu ent­sor­gen. Näm­lich so, dass sie dort lan­den, wo sie hin­ge­hö­ren: in unse­ren Mägen.

Raphael Fell­mer, Food­sha­ring Akti­vist

 

SONY DSC Die Agrar­wende bleibt unrea­lis­tisch, wenn wir nicht eine andere Wert­schät­zung der Nah­rungs­mit­tel errei­chen. Ein Schritt dort­hin ist ein Weg­werf­stopp für Super­märkte. Jeder Super­markt beein­flusst mit sei­nem Ein­kauf, was auf dem Acker ver­rot­tet und mit sei­ner Wer­bung, wie viele Men­schen mehr nach Hause tra­gen, als sie brau­chen. Mil­lio­nen Ton­nen wer­fen die Lebens­mit­tel­händ­ler direkt weg. Es lohnt sich, hier aktiv zu werden!
Jutta Sun­der­mann, Mit­be­grün­de­rin von Attac Deutsch­land und Aktion Agrar
 

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